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 OBD-Symbol On-Board-Diagnose (OBD), dient zur Überwachung und Diagnose von Steuergeräten in Fahrzeugen.

Dabei werden die Funktionen auf Fehler überwacht, diese im Fehlerfall in einem Fehlerspeicher abgespeichert, Messwerte und Einstellmöglichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Werkstatt hat damit die Möglichkeit aufgetretene Fehler (Fehlercodes) aus den jeweiligen Fehlerspeichern auszulesen und die korrekte Funktion über Messwerte zu prüfen.

Für mobile Geräte sind Apps verfügbar, welche Echtzeitdaten aus den jeweiligen Steuergeräten darstellen (virtuelle Instrumententafel). Ein Beispiel ist die OBD-App Drivedeck. Für Microsoft Windows existieren z.B. die OBD-2 Software KOBD2Check und VCDS für herstellerspezifisches OBD an Audi, Seat, Skoda und VW: VCDS Fahrzeugdiagnose - Anleitungen zur Arbeit mit VCDS

Das Auslesen der Fehler oder Messwerte über OBD geschieht üblicherweise per CAN-Bus oder K-Line, bei älteren Fahrzeugen seltener auch per PWM oder VPW. Bei Fahrzeugen der nächsten Generation wird Ethernet (DoIP) verwendet.

OBD-2 steht für On Board Diagnose der zweiten Entwicklungsstufe. OBD-2 steht als EOBD in der EU folgenden Fahrzeugen zur Verfügung:

  • ab 1.1.2000 für Benziner PKW
  • ab 1.1.2003 für Diesel und Gas PKW
  • ab 1.1.2005 für LKW

Entsprechende Fahrzeuge besitzen eine OBD-2 Buchse zum Anschluss eines Diagnosesystems. Die Buchse selbst ist allerdings kein Indiz für die OBD-2 Fähigkeit des Fahrzeugs, weil sie oft auch bei Fahrzeugen verwendet wurde welche nur eine herstellerspezifische Diagnose unterstützen.

Es gibt Bestrebungen, die abgasrelevante Diagnose weltweit zu harmonisieren, der entsprechende Standard WWH-OBD ist momentan (2014) in Erstellung.

obd.txt · Zuletzt geändert: 2017/11/23 10:52 von obd_diagnose