Schutz der Fahrzeug-Diagnose

SFD (Schutz der Fahrzeug-Diagnose) ist ein Zugangs- und Rechtemanagement-System des Volkswagen Konzerns, durch das bestimmte Diagnosefunktionen an Steuergeräten nur noch mit entsprechenden Rechten erlaubt sind.

SFD wurde mit der MQB2020 (MQBevo) Plattform eingeführt. Um Zugriff auf Anpassungen/Codierung zu erhalten, muss das Steuergerät mit einem speziellen SFD-Token freigeschaltet werden, der derzeit nur über ein offizielles UMB-Konto (GeKo/Partnerfirmenkonto) bezogen werden kann.

SFD zielt darauf ab, die Sicherheit vor Modifikationen in vernetzten Fahrzeugen zu erhöhen. Es wird in zwei Stufen eingeführt: Stufe 1 schützt den Zugriff auf spezifische Schreibdienste, während Stufe 2 zusätzlich den Manipulationsschutz von Diagnoseinhalten bietet.

Der SFD-Prozess erfordert i.d. Regel eine Online-Verbindung des Diagnosetesters. Steuergeräte wie BCM (Elektronische Zentralelektrik, Body Control Module), Gateway und Informationselektronik sind betroffen.

Die SFD-Funktion ist bisher in Modellen wie z.B. dem Audi A3 8Y, VW Golf 8 und ID.3 verfügbar. Das Gateway mit der VAG-Teilenummer 5WA 907 530 deutet auf ein Fahrzeug mit SFD hin.

VCDS unterstützt die Arbeit mit SFD, sofern die benötigten SFD-Token vorliegen. Eine Bezugsmöglichkeit ausserhalb eines UMB-Kontos bei Volkswagen ist in Arbeit.

SFD bei Dieselschrauber